Naturschutz im Garten

Seinen Garten sollte man so gestalten, dass er einer möglichst arten-
reichen Fauna Lebensraum bietet.

Je grösser die Artenvielfalt im Garten ist, desto besser funktioniert das
ökologische Gleichgewicht und Schädlinge und Nützlinge halten sich die
Waage. Artenreichtum und damit auch der Bestand von Nützlingen, lässt
sich durch folgende Massnahmen fördern:

Ein reich strukturierter Garten bietet vielen Arten Lebensraum. Hierzu
gehören Unterschlupfmöglichkeiten in Laub- u. Reisighaufen, Holz-
stapeln, Komposthaufen, alten Baumstümpfen, dichten Hecken und
Gebüschen. Eine Blumenwiese, Obstbäume und früchtetragende
Sträucher sind für viele Insekten wichtige Nahrungsquellen.

Der Garten soll der Landschaft angepasst sein. Die Tiere wandern
von der Umgebung ein. Die meisten Arten sind an bestimmte Wirts- u.
Futterpflanzen aus unseren Breiten angepasst und können auf
fremdländischen Gewächsen nicht überleben. Wer Exotisches in
seinem Garten anpflanzt, wird nur wenige Tiere dort antreffen.


Durch geeignete Nisthilfen lassen sich besonders Vögel im Garten
ansiedeln. Nützliche Vogelarten vertilgen beachtliche Mengen
schädlicher Raupen, Frostspanner und Wickler.

Für Nisthilfen gelten folgende Grundregeln:
- Nistkästen senkrecht hängen, in Höhe von ca. 2,50 mtr.
- Im Abstand von ca. 5 bis 10 mtr.
- Möglichst ungestörte Plätze auswählen
- Flugloch nicht zur Wetterseite richten
- Freien Ein- u. Ausflug gewähren
- Im Winter regelmässig kontrollieren und reinigen

Der Fachhandel hält verschiedene Nisthilfen für heimische Singvögel
im An
gebot. Pro Garten, je nach Grösse, hat sich folgende Anzahl
Nistkästen bewährt:
- 1 oder 2 Kästen mit 32 mm Einflugloch für Feldsperling, Kohlmeise,
- Gartenrotschwanz
- 1 Nistkasten mit 26 mm Einflugloch für Blaumeisen
- 1 Halbhöhle für Hausrotschwanz, Bachstelze, Grauschnepper

Vorstellung einiger Nisthilfen für Vögel. Zum vergrössern anklicken.